Neuerungen im Vergaberecht

Neuerungen im Vergaberecht
Niedrigere EU-Schwellenwerte ab 1.1.2020

Die Europäische Kommission hat für 2020/2021 neue niedrigere Schwellenwerte festgelegt.

Die EU-Schwellenwerte basieren auf den Schwellenwerten des General Procurement Agreement (GPA), die in sog. „Sonderziehungsrechten“ angegeben werden. Dies ist eine künstliche, vom IWF geschaffene Währungseinheit.

Da sich deren Kurs zum Euro laufend verändert, werden die EU-Schwellenwerte alle zwei Jahre an die Sonderziehungsrechte angepasst. Eine Anpassung erfolgt abhängig von den Kursveränderungen gegenüber dem Euro entweder nach oben (meistens) oder nach unten (seltener der Fall).

 

Neue EU-Schwellenwerte ab 1. Jänner 2020:

  • 5.350.000 Euro für Bauaufträge (derzeit noch 5.548.000 Euro)
  • 5.350.000 Euro für Baukonzessionen (derzeit noch 5.548.000 Euro)
  • 214.000 Euro für Dienstleistungs- und Lieferaufträge sonstiger öffentlicher Auftraggeber (derzeit noch 221.000 Euro)
  • 139.000 Euro für Dienstleistungs- und Lieferaufträge zentraler öffentlicher Auftraggeber (derzeit noch 144.000 Euro)
  • 428.000 Euro für Dienstleistungs- und Lieferaufträge von Sektorenauftraggebern (derzeit noch 443.000 Euro)
  • 428.000 Euro für Dienstleistungs- und Lieferaufträge im Verteidigungsbereich (derzeit noch 443.000 Euro)